Mit einem echten fränkischen Frühschoppen ging der Kultursommer Schloss Goldkronach am Sonntagvormittag in die zweite Runde. Garanten für fränkische Unterhaltung waren dabei der Posaunenchor „Franconian Brass Ensemble“ unter der Leitung von Thomas Engelbrecht und der Pegnitzer Mundartdicher Walter Tausendpfund.

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Der pensionierte Lehrer für Geschichte, Deutsch und Sozialkunde trug dabei nicht nur eigene Texte vor, sondern auch bekannte Waisen von Wilhelm Busch in fränkischer Mundart. Tausendpfund ist Kulturpreisträger des Landkreises Bayreuth, des Fränkischen Schweiz Vereins sowie des Frankenbundes und veröffentlicht seit 1974 regelmäßig mundartliche Texte in Zeitschriften, im Rundfunk und auf eigenen CDs.

Das „Franconian Brass Ensemble“, die es bereits seit 2009 gibt, lockerten den Vortrag mit geistlichen Liedegut sowie weiteren modernen Stücken auf. Der zur 180-Jahr Feier der brasilianischen Deutschen Blumenaus gegründete Chor der Evangelischen Kirche, tritt in der Regel ein- bis zweimal im Jahr auf und begeistert das Publikum mit moderner Posaunenchor-Literatur, die von fränkischer Volksmusik bis zu klassischer Komposition reicht.

Der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten sowie Organisator des Frühschoppens Hartmut Koschyk machte auf die Besonderheit des „Franconian Brass Ensemble“ aufmerksam, die er als Auswahlorchester der besten Bläser aus sämtlichen fränkischen Regierungsbezirken bezeichnete und würdigte deren hervorragende musikalische Qualität. Koschyk lobte Walter Tausendpfund als überaus nachgefragten Mundartdichter, der es immer wieder mühelos schafft, mit seinen Beiträgen das Publikum zu begeistern.

Zu den Gästen gehörten unter anderem der Bürgermeister der Stadt Goldkronach Holger Bär, die Stadrätin Jutta Bauer, Kreisrat Günter Pöllmann sowie Gerhard Trausch vom Frankenbund.